Foto: Ausgezogene - Druckversion hier klicken
Rezepte mit A . Backen . Fettgebackenes Badische Apfelküchle Süddeutsche Rezepte Blaue Zipfel - Bratwurst

Ausgezogene

Aprikosenkuchen
Badische Apfelküchle

Zutaten:
250 g

1/8 L
15 g
2 EL
1 TL
25 g
1
6 TL

6 Portionen - 245 Kcal pro Portion
*** - 20 min Zub. - 60 min Ges.


siehe auch:
Berliner Pfannkuchen
Quarkbällchen
Donuts mit Schokolade


Ausgezogene werden in Bayern Auszogne, in Österreich Bauernkrapfen und in Franken Knieküchle genannt. Der Begriff Knieküchle stammt daher, dass die Bäckerinnen den Teig angeblich über ihre Knie gelegt haben, um den Teig möglichst dünn auszuziehen. In der Mitte soll der Teig so dünn werden, dass man eine Zeitung dadurch lesen könnte. Ausgezogene sind ein Schmalzgebäck aus Hefeteig, welches in der Friteuse ausgebacken wird. Im Unterschied zum Berliner werden Ausgezogene nicht mit Marmelade gefüllt wird, sondern nur mit Puderzucker bestreut. Man kann Ausgezogene nach Belieben auch mit Zimt und Zucker bestreuen. Wie auf dem Bild oben zu sehen, habe ich den Puderzucker für das Foto weggelassen, damit man die Form besser erkennen kann. Für den Hefeteig zunächst Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine füllen und mit einer Prise Salz würzen. In die Mitte vom Mehl eine kleine Mulde drücken. Milch in eine Stielkasserolle oder einen kleinen Kochtopf gießen und auf niedriger Temperatur erwärmen, bis die Milch lauwarm ist. Die Stielkasserolle vom Herd nehmen und frische Hefe in der Milch unter Rühren auflösen. Zucker unter die Hefemilch rühren und ca. 10 Minuten ruhen lassen, bis die Hefe leicht anfängt zu gären. Wenn sich ganz kleine Bläschen an der Oberfläche der Hefemilch bilden, gießt man sie in die Mulde vom Mehl. Fein abgeriebene Zitronenschale einer unbehandelten Bio Zitrone zufügen. Butter in die Stielkasserolle füllen und auf niedriger Temperatur schmelzen lassen. Butter vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und zur Hefemilch in die Mulde gießen. Den Hefeteig mit dem Knethaken der Küchenmaschine kneten und ein mittleres Bio Ei zufügen. Evtl. noch wenig Mehl zufügen, bis der Hefeteig nicht mehr klebt und sich leicht vom Schüsselrand löst. Den Hefeteig zum Schluss noch einmal kurz per Hand durchkneten, zu einer Kugel formen und in eine Plastikschüssel legen. Die Schüssel mit einem Deckel verschließen. Den Deckel an einer Seite leicht anheben und mit der anderen Hand leicht auf den Deckel drücken, damit die Luft aus der Schüssel entweichen kann. Den Deckel sofort wieder gut verschließen und die Schüssel mit dem Hefeteig in heißes Wasser stellen. Während der Hefeteig geht, wölbt sich der Deckel und springt nach ca. 20 Minuten mit einem leichten Knall von der Schüssel ab. Dann ist der Hefeteig ausreichend gegangen. Den Teig in 6 gleichgroße Stücke teilen. Jedes Teigstück noch einmal mit der Hand durchkneten und zu einer Kugel formen. Die Teigkugel mit der Hand leicht flach drücken und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Den Teig vorsichtig von der Mitte aus zum Rand hin ausziehen. Den Rand dabei etwas nach innen einrollen, damit ringsum ein dicker Wulst entsteht, wie oben auf dem Bild zu sehen. Die Mitte soll von einer sehr dünnen Teigschicht bedeckt bleiben und möglichst nicht einreißen. Fertige Ausgezogene auf ein leicht bemehltes Küchenbrett legen und mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken. Die Friteuse ohne Korbeinsatz auf 175° vorheizen. In dieser Zeit gehen der Hefeteig noch einmal und die Ausgezogenen werden etwas größer. Wenn die Temperatur von der Friteuse erreicht ist, Ausgezogene portionsweise im heißen Fett ausbacken. Dafür Ausgezogene zuerst mit der geschlossenen Seite nach oben vorsichtig in das heiße Frittierfett legen. Dabei sollte möglichst kein Fett auf die dünne Teigschicht in der Mitte laufen, damit der Teig beim Ausbacken aufsteigen kann und hell bleibt. Das ist mir leider bei meinen ersten Versuchen nicht ganz gelungen, so dass die Mitte etwas dunkler wurde, was aber dem Geschmack nicht geschadet hat. Ausgezogene nach ca. 1-2 Minuten wenden und weitere 1-2 Minuten hellbraun ausbacken. Ausgezogene mit einer Schaumkelle aus dem heißen Frittierfett heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Ausgezogene mit Puderzucker bestreuen und möglichst warm servieren. Sollte man Reste am nächsten Tag noch essen wollen, bewahrt man Ausgezogene am besten über Nacht in einer Keksdose oder einer verschließbaren Plastikschüssel auf. Vor dem Servieren kann man Ausgezogene noch einmal für 1 Minute in der Mikrowelle auf höchster Stufe oder im vorgeheizten Ofen bei ca. 220° für 2-3 Minuten aufwärmen. Warm schmecken Ausgezogene besser und das Fett ist warm ebenfalls bekömmlicher.


(C) Foto & Text - marions-kochbuch.de | Impressum