.
.
Gänsebraten wird besonders saftig, wenn man eine größere Gans verwendet. Aus den Resten kann man am zweiten Tag z.B. noch eine Gänsebrühe zubereiten, oder die Gänsekeulen mit Grünkohl servieren. Klassisch wird Gänsebraten mit Rotkohl oder Rosenkohl, Kartoffelknödeln oder Kroketten serviert. Wenn man keine frische Gans erhält, sollte man die Gans einen Tag vor dem Zubereiten auftauen. Dafür die Gans am besten in ein großes Sieb legen und mit einem großen tiefen Teller bedecken, damit die Haut nicht vertrocknet. Das Sieb auf eine Schüssel stellen, um das Auftauwasser aufzufangen. Das Auftauwasser wegschütten, da es nicht mit verwendet werden darf. Die Innereien aus dem Bauch der Gans entfernen, gründlich unter fließend Wasser reinigen und auf Küchenpapier trocknen lassen. Die Gans von innen und außen mit Wasser abspülen und mit Küchenpapier sorgfältig trockentupfen. Das sichtbare Fett in der Öffnung vom Bauch entfernen und z.B. für Gänseschmalz oder zum Braten weiter verwenden. Die Flügel vom Gänsebraten in den Gelenken einknicken und nach hinten auf den Rücken drehen. Die Flügel z.B. mit Rouladenspießen feststecken oder mit Küchengarn zusammenbinden. So können die Flügelspitzen beim Braten nicht verbrennen. Damit das Fett vom Gänsebraten beim Braten ablaufen kann, sticht man die Haut auf der Unterseite der Flügel mehrmals mit einer Gabel oder einem Rouladenspieß ein. Den Gänsebraten von innen und außen mit Pfeffer und Salz kräftig würzen. Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymianzweige, Salbei und Bohnenkraut zu einem Bund zusammenbinden und in die Bauchhöhle vom Gänsebraten stecken. Einen Thymianzweig für die Sauce zurückbehalten. Den Backofen auf 200° vorheizen. In eine Fettpfanne oder ein tiefes Backblech kochendes Wasser gießen. Salz in das Wasser streuen und den beiseite gelegten Thymianzweig zufügen. Suppengrün putzen, grob würfeln und zusammen mit den beiseite gelegten Innereien in die Fettpfanne legen. Den Gänsebraten mit der Brust nach oben auf ein Rost legen. Butter in einen kleinen Kochtopf füllen und auf niedriger Temperatur schmelzen. Den Gänsebraten mit der flüssigen Butter einpinseln. Gänsebraten auf der mittleren Schiene in den auf 200° vorgeheizten Backofen schieben. Die Fettpfanne mit dem Gemüse unterhalb vom Rost einschieben. Den Gänsebraten, je nach Größe, 60 bis 70 Minuten bei 200° braten und zwischendurch immer wieder mit dem ausgetretenen Bratenfett bepinseln. Anschließend den Gänsebraten vorsichtig auf den Bauch drehen und weitere 20 Minuten braten. Dabei weiterhin von Zeit zu Zeit den Gänsebraten mit dem Bratenfett einpinseln. Zum Schluss den Gänsebraten noch einmal auf den Rücken drehen. Etwas Salz in wenig kaltes Wasser rühren und die Gänsebrust damit einpinseln. Den Gänsebraten ungefähr 10 Minuten braten lassen, ohne weiteres Einpinseln. Dadurch erhält der Gänsebraten, wie oben auf dem Bild zu sehen, eine schöne braune und knusprige Kruste. Den Gänsebraten vorsichtig aus dem Ofen nehmen, auf ein Küchenbrett legen und vor dem Anschneiden einige Minuten ruhen lassen, damit sich der Bratensaft gleichmäßig verteilen kann und beim Anschneiden nicht ausläuft. Rotwein in die Fettpfanne gießen und den Bratenfond mit einem Backpinsel lösen. Den Bratenfond durch ein Sieb in einen kleinen Kochtopf oder eine Stielkasserolle gießen. Das Fett von der Oberfläche abschöpfen und die Sauce einmal aufkochen. Wer mag, bindet die Sauce mit etwas Saucenbinder oder Stärkemehl und würzt evtl. noch einmal nach. Man kann aber auch das gekochte Gemüse in der Sauce pürieren, die dadurch ebenfalls bindet.