100 g Meerrettich haben: 75 kcal / 314 kJ
über Meerrettich
Meerrettich, Meerrettig, oder Mährrettich (Armoracia rusticana) wird im österreichischem auch Kren genannt. Andere Namen sind Grien, Mirch, Grä oder Maressig. Entweder stammt der Name von "Mähre" (Pferd) und Rettich ab, weshalb er wohl auch im Englischen "horse-radish" genannt wird, oder vom Wort "mehr" (groß) und Rettich. Im Französischen heißt Meerrettich cran, mérédic oder raifort; Ital. Rafano und span. rábano picante. Meerrettich gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Ursprünglich stammt Meerrettich aus Süd- und Osteuropa. Im Handel ist frischer Meerrettich von Ende September bis April erhältlich, wobei die Hauptsaison von Oktober bis Anfang November geht. Beim Einkauf sollte man darauf achten, daß der Meerrettich möglichst gerade gewachsen ist und im Ganzen verkauft wird. Angeschnittener Meerrettich trocknet zu schnell aus. Das Fleisch sollte möglichst weiß sein und keine grauen Streifen besitzen. Vom Meerrettich wird die weiße ca. 30-40 cm lange Wurzel als Gemüse oder Gewürz verwendet. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 0-1° ist eine frische Meerrettichwurzel bis zu 12 Monate haltbar. Im Gemüsefach vom Kühlschrank hält er sich bis zu 4 Wochen. Wenn man Meerrettich schält, können die Augen tränen, ähnlich wie beim Zwiebelschneiden. Durch die hohe Konzentration von ätherischen Senfölen schmeckt Meerrettich scharf. Er wird in der Küche auch wie Senf oder Pfeffer zum Würzen verwendet. Er paßt sehr gut zu Tafelspitz, Schinken und Würstchen. Meerrettich enthält Vitamin C und Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und Phosphor. Durch die ätherischen Öle (Senföl) wirkt Meerrettich antibotisch. Er ist appetitanregend, verdaungsfördernd und regt die Durchblutung von Schleimhäuten an.