100 g Hirschhornsalz haben: 0 kcal / 0 kJ
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über Hirschhornsalz
Hirschhornsalz (engl. Deer horn salt, franz. Sel de klaxon de cerfs communs, ital. Sale del corno dei cervi, span. Sal del cuerno de los ciervos) ist ein Backtriebmittel, unter Verwendung der chemischen Substanz Ammoniumcarbonat. Hirschhornsalz eignet sich besonders gut für schwer knetbare Teige, wie Roggenteig, Lebkuchenteig oder Honigkuchenteig. Der Teig geht durch Hirschhornsalz nicht so so stark auf, sondern geht eher in die Breite, was besonders für flache Gebäcke wie Lebkuchenherzen von Vorteil ist. Hirschhornsalz lockert den Teig und gibt ihm dadurch ein großes Volumen. Es sorgt dafür, daß der Teig elastisch wird. Außerdem sind Gebäcke mit Hirschhornsalz lange haltbar, da sich durch die Säure keine Schimmelpilze ansiedeln können. Für Kuchen sollte man kein Hirschhornsalz verwenden, da sich der Geschmack durch das enthaltene Ammoniak verändern würde. Das Salz riecht leicht stechend nach Ammoniak. Der Geruch verflüchtigt sich allerdings beim Backen. Der Geschmack ähnelt Salmiak, welches z.B. für Salz-Lakritz verwendet wird. Dadurch erhalten die Gebäcke, die mit Hirschhornsalz gebacken werden auch einen typisch würzigen Geschmack. Hirschhornsalz sollte man trocken und kühl, am besten in einer gut schließenden Dose oder einem Glas mit Schraubdeckel aufbewahren, da es das gasförmige Ammoniak freisetzt und andere Backzutaten wie z.B. Vanillezucker beeinträchtigen könnte. Hirschhornsalz wird nicht, wie vermutet, aus dem Geweih von Hirschen hergestellt, da Hirschgeweihe nicht aus Horn, sondern aus marklosen Knochen besteht. Der Name entstammt nur dem Irrglauben, daß das Hirschhornsalz aus den Hirschgeweihen hergestellt wird. Früher wurde Hirschhornsalz aus Horn, Klauen, Leder und anderen Teilen durch trockenes Erhitzen gewonnen. Heute wird Hirschhornsalz durch Erhitzen einer Mischung aus Ammoniumchlorid, Holzkohle und Calciumcarbonat hergestellt.