Ingwer gehört zur botanischen Familie der Ingwergewächse. Er ist ein sogenanntes Rhizom-Gewächs, da er keine Hauptwurzel besitzt. Seine knolligen Wurzelstücke können bis zu 20 cm lang werden. Die Schale ist beige bis hellbraun. Das Fleisch hat eine grünlich-gelbe Farbe und ist bei frischem Ingwer sehr saftig. Die Knollen sollten fest und saftig sein. Eingetrockneteter Ingwer läßt sich leicht biegen und sieht schrumpelig aus. Er wird hart und holzig. Frischer Ingwer schmeckt sehr scharf und würzig. Er hat einen leicht süßlichen Beigeschmack. Man sollte ihn möglichst sparsam verwenden. Die ätherischen Öle regen den Stoffwechsel an, sind gut bei Erkältungen und helfen gegen Reisekrankheit, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Ingwer hat auch eine antibakterielle Wirkung. In Ostasien wird Ingwer schon lange als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Er wird hauptsächlich in Asien, Brasilien und Costa Rica angebaut. Geschmacklich ist frischer Ingwer nicht mit dem Gewürz in Pulverform vergleichbar, welches wesentlich milder ist. Vom frischen Ingwer bricht man am besten ein kleines Stück von der Wurzel ab, schabt die Haut ab und raspelt den Ingwer. Man kann ihn aber auch in dünne Scheiben schneiden, würfeln oder durch die Knoblauchpresse drücken. Ingwer wird in Obstsalaten, Ingwerplätzchen, Tee, Fleischgerichten oder für
asiatische Rezepte im Wok zubereitet. Ingwer - engl. Ginger - wird auch in Ginger Ale verwendet. Man kann ihn auch kandiert als süße Knabberei verwenden. Reste schlägt man in einen Plastikbeutel ein und bewahrt ihn im Kühlschrank auf. So hält frischer Ingwer bis zu drei Wochen. Ist der Ingwer bereits geschält, kann man ihn in ein Glas legen, mit Sherry begießen und einen Deckel auf schrauben. Im Kühlschrank hält er ebenfalls bis zu drei Wochen. Man kann Ingwer aber auch süß-sauer einlegen. In einigen Ländern, in denen Ingwer angebaut wird, werden gelegentlich auch die frischen Blätter zum Würzen verwendet.