Rhabarber (engl. Rhubarb, franz. Rhubarbe, ital. Rabarbaro, span. Ruibarbo) ist ein Knöterichgewächs und stammt ursprünglich aus Asien. Rhabarber wird hauptsächlich in den Niederlanden, Deutschland und England angebaut. Die Haupterntezeit geht von April bis Juli. Beim Einkauf sollte man darauf achten, daß die Stangen frisch und fest sind. Die Schnittstellen dürfen nicht ausgetrocknet sein. Wenn Rhabarber jung geerntet wird, braucht die Schale nicht abgezogen zu werden. Den höchsten Säureanteil hat Rhabarber mit grünen Stielen und nach dem Schälen mit grünem Fleisch. Rotstieliger Rhabarber, der nach dem Schälen grünes Fleisch hat, ist nicht so sauer. Rhabarber ist reich an Vitamin C, allerdings ist der Gehalt an anderen Vitaminen eher gering. Bei den Mineralstoffen ist besonders Kalzium für die Knochen mit 80 mg auf 100 g Rhabarber hervorzuheben. Durch den hohen Gehalt an Kalium wirkt Rhabarber entwässernd. Das enthaltene Natrium wirkt verdauungsfördernd. Vielfach wird Rhabarber als "Kalziumräuber" genannt, da er Oxalsäure enthält, die sich mit Kalzium z.B. aus Milchprodukten zu unlöslichen Calciumsalzen verbindet. So kann das gebundene Kalzium vom Körper nicht verwertet werden. Wer aber auf eine ausgewogene und kalziumreiche Ernährung achtet, kann die kurze Rhabarberzeit dennoch genießen. Der höchste Anteil an Oxalsäure befindet sich vor allem in den Blättern, die sowieso entfernt werden. Außerdem kann man das Kochwasser wegschüttten, so daß sich der Oxalgehalt nochmals verringert. Rhabarber hält sich im Kühlschrank noch ein paar Tage, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch schlägt und im Gemüsefach aufbewahrt. Rhabarber kann roh oder als Kompott bis zu einem Jahr tiefgekühlt werden. Beim Vorbereiten und Kochen von Rhabarber dürfen keine Metallgefäße verwendet werden, da die Säure mit dem Metall (auch Alufolie) reagiert und den Geschmack verändert. Es können auch giftige Stoffe dabei entstehen. Rhabarber darf auch niemals roh gegessen werden. Rhabarber läßt sich vielseitig verwenden. Am beliebtesten sind z.B.
Rhabarberkuchen, Rhabarberkompott, Rhabarbergrütze mit Erdbeeren oder Rhabarbertorte.