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über Wacholderbeeren
Wacholderbeeren (engl. Juniper berries, franz. Baies de genièvre, ital. Bacche di ginepro, span. Bayas de enebro) erhält man im Handel bereits getrocknet. Wacholder gehört zur Familie der Zypressengewächse und wächst in Europa besonders gut auf sandigem Heideboden, Steppenheide sowie im Gebirge. Es gibt ca. 50 verschiedene Arten von Wacholder. Wacholderbeeren sind eigentlich Beerenzapfen und keine Beeren. Darum werden sie auch als Scheinbeeren bezeichnet. Bis zur Reife benötigen sie ca. 2 Jahre und an den Sträuchern der Wacholdersträucher befinden sich gleichzeitig unreife grüne bis reife dunkelblaue Wacholderbeeren, die leicht bereift sind. Erst im getrockneten Zustand werden sie leicht rötlich dunkelbraun bis schwärzlich dunkelbraun. Wacholderbeeren sind sehr würzig und schmecken leicht bitter, etwas süßlich bis harzig. Wenn man Wacholderbeeren trocken und dunkel lagert, halten Sie ihr Aroma 2-3 Jahre. Da sich das Aroma nur langsam aus den Wacholderbeeren löst, läßt man sie z.B. in Saucen lange mitkochen, oder gibt sie in Marinaden oder Beize, in denen sie lange ziehen sollten. Wenn man ein intensiveres Wacholderaroma wünscht, zerdrückt man die Wacholderbeeren am besten mit der flachen Seite eines Messers oder einer Gabel und kocht oder brät sie dann mit. In dem Fall sollte man sie aber sparsamer verwenden, da das Aroma sonst zu intensiv ist. Man verwendet Wacholderbeeren hauptsächlich zum Würzen von Beizen für Wildgerichte oder Sauerbraten, in Fischsud, Sauerkraut oder in dunklen Saucen. Auch alkoholische Getränke wie Gin oder Wacholderschnaps werden aus Wacholderbeeren zubereitet. Tee aus Wacholderbeeren wirkt schweiß- und harntreibend, fördert die Verdauung, hilft gegen Sodbrennen und soll bei Rheuma und Gicht lindernd wirken.