Spargel (engl. Asparagus, franz. Asperges, ital. Asparagi, span. Espárragos) gehört zur Familie der Liliengewächse. Spargelzeit ist von Anfang Mai bis zum 24. Juni. Die Färbung des Spargels richtet sich nach der Anbauweise. Weißer Spargel wächst unter der Erde in lockeren, sandigen und warmen Erdhügeln. Er wird mit einem speziellen Spargelmesser gestochen, bevor er die Erde durchbricht. Spargel, der kurzzeitig dem Sonnenlicht ausgesetzt wurde, indem die Spitzen bereits durch die Erdoberfläche gewachsen sind, bekommt hell violettfarbene Köpfe. Grüner Spargel wächst über der Erde und bildet durch das Sonnenlicht Chlorophyll, wodurch die Grünfärbung entsteht. Die beste Qualität hat Spargel, wenn er gerade und gleichmäßig gewachsen ist und einen festen geschlossenen Kopf hat. Die Schnittenden sollten frisch sein und der Spargel sollte keine runzligen Stellen oder Flecke aufweisen. Sehr frischer Spargel quietscht, wenn man die die Stangen aneinander reibt. Außerdem läßt sich frischer Spargel nicht biegen, da er sofort bricht. Dünner Spargel ist oft ein Zeichen von Trockenheit. Er wird gerne als Suppenspargel verwendet. Spargel ist im Gemüsefach des Kühlschranks noch bis zu 4 Tage haltbar, wenn man ihn in ein feuchtes Küchentuch einwickelt. Spargel vor dem Schälen waschen und am besten mit einem speziellen Spargelschäler vom Kopf zum Ende hin schälen. Dabei legt man den Spargel am besten auf den Unterarm, um ihn abzustützen, damit er nicht bricht. Größere Mengen Spargel legt man nach dem Schälen gleich in kaltes Wasser, damit er nicht austrocknet. Die evtl. holzigen Enden abschneiden. Man kann die Schale und Enden mit ins Kochwasser geben, damit man eine kräftige Spargelbrühe erhält. Die Schale nach 15 Minuten unbedingt mit einem Schaumlöffel aus der Brühe heben, damit die Bitterstoffe nicht in die Brühe übergehen. Dann den Spargel in die kochende Brühe geben. Die Spargelbrühe kann man mit Sahne und Eigelb binden und als Spargelcremesuppe servieren. Spargel sollte je nach Dicke 10-15 Minuten weich, niemals bißfest, gekocht werden. Zur Geschmacksverbesserung wird immer etwas Zucker, Salz, Butter und evtl. einen Spritzer Zitrone in die Brühe gegeben. Spargel kocht man am besten in Bündeln zusammengebunden in speziellen hohen Spargeltöpfen mit Siebeinsatz, damit die zarten Köpfe nicht brechen und der Spargel gleichmäßig durchgegart wird. Man kann Spargel aber auch in breiten Töpfen kochen. Spargel kann man auf viele verschiedene Arten servieren, ob z.B. mit der bekannten
Sauce Hollandaise, oder mit Schinken und Buttersauce, Lachs oder Putenschnitzel. Spargel wird hauptsächlich in Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Griechenland und den Niederlanden angebaut. Grüner Spargel enthält mehr Vitamine als weißer Spargel und ist etwas aromatischer. Vor allem bei Nieren- und Blasenleiden wird Spargel empfohlen, da er eine harntreibende Wirkung hat. Der dabei entstehende typische Geruch entsteht durch den Wirkstoff Asparagin. Den Inhaltsstoffen Folsäure und Niacin werden belebende und verjüngende Eigenschaften nachgesagt.